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Aktuelles & Kurioses aus meinem Ami-Alltag


Drive Thru

Neulich ist mir mal wieder etwas typisch Amerikanisches passiert:

Beim Frisör konnte ich nicht per Kreditkarte zahlen (was in den USA eigentlich nie vorkommt) und musste deshalb etwas Geld beim Automaten der Bank auf der gegenüberliegenden Straßenseite holen. Das wollte ich per Fuß erledigen, anstatt in meinen Jeep zu steigen. Und genau das  wurde mir dann zum Verhängnis - im Inneren der Bank gab es nur einige Büros, aber weit und breit keinen Geldautomaten. Also fragte ich die nette Dame hinter'm Thresen, ob es denn möglich wäre, in ihrer Bank ein wenig Bargeld abzuheben. Von ihr wurde ich nur ganz verwundert angeschaut und die zwei anwesenden Kunden reagierten lediglich mit einem Kopfschütteln. Einer von ihnen nahm an, dass ich aus Europa komme und riet mir dann dringend dazu, den Drive-Thru Schalter zu nutzen. Ich sagte ihm, dass ich doch aber zu Fuß hier sei. Er antwortete nur, dass das ja verrückt sei und dass ich mich dann  wohl dort "anstellen" müsse. Nun stand ich da also, mitten zwischen 8 Autos und wartete, bis ich an der Reihe war.
So ist das im Land der Träume, in dem immer alle unter Zeitrdruck sind. Es würde sowieso niemand auf die Idee kommen, Zeit zu verlieren und aus dem Auto auszusteigen, um innerhalb der Bank Geld abzuholen. Stattdessen gibt es also 3 "Drive Thru Schalter" (zu deutsch: Durchfahr-Schalter) und es ist ja auch mittlerweile nix Neues mehr, dass man in diesem Land eher weniger auf Fußgänger eingestellt ist ...

Mein Frisör nahm die Story ganz locker und meinte nur, dass er dann wohl mal der Erste sein müsse, der den "Drive Thru Haircut" erfindet ;-)


Buntes Treiben im YMCA

Es ist zu schön, um wahr zu sein: durch gute Connections habe ich jetzt das große Glück, die örtliche Sport- und Fitness-Einrichtung mit dem schönen Namen "YMCA" (die Village People lassen grüßen) für ein ganzes Jahr lang absolut gratis nutzen zu dürfen!
In Lynchburg gibt es 2 YMCA-Einrichtungen (gesprochen "Y"): in der Downtown & in einem Fressbuden-Gebiet  außerhalb der Stadt (wie beruhigend - die überflüssigen Pfunde können also ein paar hundert Meter weiter umgehend wieder abtrainiert werden).
In beiden "Y"s gibt's jeweils: Spielräume für Kids (eine Art KiGa), Basketball-Sporthalle, Aerobic- und Yoga-Räume, Schwimmbad, unzählige Laufbänder & Stepper (die von ca. 15 Fernsehern umgeben sind), Fahrräder mit Lenker  & Simulator aus der Ego-Perspektive, alle denkbaren Arten von Kraftmaschinen & Hanteln und 'ne Sauna selbstverständlich auch.
Das "Y" außerhalb der Stadt hat sogar seinen eigenen Fanshop ;-)
Die Leute dort zahlen unter anderem Geld, um nasse Treppenstufen zu erklimmen, unzählige Meilen auf dem Laufband zu bewältigen oder ihre Runden auf einer winzigen Laufbahn rings um das gesamte Szenario zu drehen ...

Da bleibt mir doch nur noch eines zu sagen:
Typisch AMERIKA!!!


Diese Philosophie hat sich das YMCA auf seine Fahnen geschrieben!



German "Oktoberfest"

Auf einer Farm außerhalb der Stadt - deutsche Blasmusik, deutsches Essen & vor allem nach deutschem Reinheitsgebot (privat) gebrautes Weizenbier!

Na, dann mal PROST!!!


Ein "deutsch-looking" Ami & der "ami-looking" Junge aus Boffzen



The Hash: "A drinking club with a running problem"